Vrenis 50. Geburtstag und Jahresabschlusshöck


 

 
     
             

Vreni lädt uns zu ihrem 50.Geburtstag zu einer Führung und Apéro im „Natürli“ in Saland ein. Bei feuchtkaltem Wetter treffen wir uns  um ca 14.00 Uhr in einer Halle des Natürli-Logistikzentrums, warm angezogen und gespannt, was da auf uns zukommen würde. Vreni begrüsst uns und überlässt dann das Wort Alfred Bieri. Er, tagein, tagaus, Winter wie Sommer stets barfuss unterwegs, nur beim Töfffahren ziehe er jeweils Schuhe an (!), erzählt uns von der 15jährigen Geschichte des „Natürli“-Label: Käser aus dem Zürcher Berggebiet haben sich zusammengeschlossen, damit sie auch als kleinere Produzenten unabhängig auf dem heute agressiven Markt überleben können. Hergestellt wird der Käse aus Rohmilch, sei‘s von Kühen, Geissen oder Schafen.
 




 

Die Führung geht zuerst durch Riesenhallen mit Leergut, dann hüllen wir uns von Kopf bis Fuss in weissen Plastik ein, gehen durch ein Desinfektionsbad und kommen in das Versuchslabor in Saland. Alfred Bieri ist am Tüfteln, er will weitere Weichkäsesorten erschaffen. Weich- und Hartkäse sei nämlich ein total verschiedenes Paar Schuhe, sagt er.

Danach betreten wir jeden der aus Backsteinen gebauten Gewölbekeller. Zum Teil empfängt uns ein beissender Ammoniakgeruch, der uns die Tränen in die Augen treibt. Ammoniak entsteht beim Abbau von Aminosäuren. In diesen Kellern reift der Käse zu dem fertigen Produkt, indem er täglich mit Salzwasser eingerieben, gebürstet und gewendet wird. Lange Zeit wurde diese Arbeit von Hand gemacht, inzwischen besitzt „Natürli“ einen extra für sie entwickelten Roboter, der diese harte, körperliche Arbeit übernimmt. Wichtig ist auch der Schimmel, der sich an den nicht behandelten Backsteinen der Gewölbe ansetzt.

Je nach diesem wird das Aroma des Käses sehr unterschiedlich im Geschmack. Der Schimmel am Käse ist nie giftig! Die meisten Käse, die heute hergestellt werden, sind mit einer Schimmellösung geimpft. Damit erhält jeder Käse der gleichen Sorte denselben Geschmack, ob er im Wallis oder im Emmental produziert wird. Im Gegensatz dazu hat der „Natürli“- Käse seinen speziellen Charakter. Nach dieser äusserst interessanten Führung betreten wir einen Gewölbekeller, der für Anlässe eingerichtet ist.



 




Dort an langen Tischen, festlich gedeckt, können wir das vielfältige Angebot an Käse bewundern und bei einem Glas Wein oder zwei die verschiedensten Sorten probieren. Mmh!



 

 


 



 




Vreni überreichen wir zu Ihrem Geburtstag und zum Dank für ihre Grosszügigkeit einen jungen Zwetschgenbaum und ein kreativ gestaltetes, grosses Orchideen-objekt. Zudem singen wir einige Lieder, die sich Vreni gewünscht hat

 

Christine unterhält uns mit einem ihrer heissen Sketches, mit denen sie ausnahmslos jeden zum Tränen lachen bringt.


 

Danke Vreni, für Deine Idee und Organisation.
Karin Steinauer

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